Wirtshaus statt Rathaus: wofür die FDP Feucht steht

Anfang 2023 haben wir unser Grundsatzprogramm erstellt. Dabei haben wir unsere Ideen und Vorstellungen klar formuliert. Wir wissen, was wir wollen, und dementsprechend stimmen wir konsequent, nachvollziehbar und nachhaltig in den Gremien des Marktes Feucht ab.

 

Wir stehen auch in den nächsten Jahren für folgende Schwerpunkte ein:

  1. Höchste Priorität für die Entwicklung eines lebendigen Ortskerns (Sailer-Areal)
  2. Solide Finanzpolitik: Luxusprojekte und fehlende Prioritätensetzung sind ein No-Go.
  3. Sport und Jugend: wir setzen uns nachhaltig für die Sportvereine ein, da deren Mehrwert bislang u.E. nicht ausreichend verstanden wird. Schulen und Kindergärten haben bei uns im Übrigen höhere Priorität als Rathaus- oder Museumsneubauten.
  4. Verkehr: sich wiederholende Einzelanträge zu Geschwindigkeitsbegrenzungen halten wir für Symbolpolitik, ein Gesamtkonzept ist hingegen sinnvoll und in den Gremien bereits in Arbeit.
  5. Energie: im Hinblick auf eine nötige Energiewende sollte sich der Markt Feucht möglichst darauf beschränken, seine eigenen Dächer zu vermieten und PV-Anlagen zu errichten, wo möglich. Zusätzlichen Bürokratismus durch „Hecken-oder Baum-Verordnungen“ und „Klimaschutzprogramme“, welche ausschließlich Mitnahmeeffekte auslösen und Bürokratieaufwand verursachen, lehnen wir ganz klar ab.

 

Sailer-Areal erschließen und entwickeln

Wirtshaus statt Rathaus, so titelte „Der Bote“ am 21.02.2023, weil wir den Fokus auf das Sailer-Areal legen, um das seit 2008 brachliegende Geländer für eine lebendige Ortskernentwicklung fruchtbar zu machen. Eine Rathauserweiterung oder einen Rathausneubau lehnen wir ab. Eine Museumserweiterung oder gar einen Neubau lehnen wir ebenfalls ab: hier könnten wir uns nur vorstellen, über einen Bürgerentscheid die Feuchter Bürgerinnen und Bürger entscheiden zu lassen.

Mitte 2023 wurden für das Sailer-Areal in sog. vorbereitenden Untersuchungen exakt unsere Vorschläge umgesetzt: 1. Gaststätte mit Wohnen, 2. Biergarten, 3. Micro-Brauerei mit Ausschank. Leider haben den damals unverbindlichen Plänen Mitte 2023 nur 4 Marktgemeinderäte inkl. BM Kotzur zugestimmt: die FDP-Fraktion mit Dr. Maximilian Haag und Felix Schoderer, der heutige BM-Kandidat der Grünen Andreas Sperling und der amtierende BM Jörg Kotzur (parteilos). Durch die damalige Ablehnung im MGR wurde sehr wertvolle Zeit, vermutlich mindestens weitere ca. 1,5 Jahre in der „unendlichen Geschichte“ seit 2008 verloren.

BM Kotzur hat es nun aber tatsächlich geschafft, dass hier ein kurzfristiger Durchbruch zur Entwicklung des Sailer-Areals im Interesse der Allgemeinheit möglich werden könnte. In der MGR-Sitzung vom 28.01.2026 haben wir ihm jedenfalls grünes Licht für den (teuren) Ankauf des Gebäudes der ehemaligen Norma-Filiale gegeben. Danach stehen dem Markt Feucht alle baurechtlichen Möglichkeiten offen. Private Investoren könnten steuerlich privilegiert in ein „Sanierungsgebiet“ investieren. Der Markt Feucht kann z.B. über städtebauliche Verträge seine Vorstellungen von der Entwicklung des Areals vorgeben und mit privaten Investoren konkrete Gespräche dazu führen. Hierfür setzen wir uns seit Jahren und auch weiterhin ein.