Verwaltung bestätigt Kritik der FDP am Feuchter „Klimaschutzprogramm“

Die FDP hat in den letzten Jahren in den Gremien des Marktes Feucht bei jeder Gelegenheit auf eine grundlegende Überarbeitung des Feuchter kommunalen „Klimaschutzprogramms“ gedrungen, da das Programm von großen Mitnahmeeffekten geprägt ist und nachweislich keinen umweltpolitischen Mehrwert bringt. Dies liegt daran, dass unter dem „Klimaschutzprogramm“ private Baumaßnahmen vom Markt Feucht gefördert werden, die auch ohne Förderung sowieso umgesetzt werden.

Seit dem 1.10.2025 ist nun das neue „Klimaschutzprogramm“ des Marktes Feucht in Kraft. Zehn verschiedene Maßnahmen sind förderfähig, u.a. die Errichtung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern, die Anlage von Regenwasserspeichern, die Entsiegelung von Flächen, die Begrünung von Flachdächern, die Erhaltung von älteren Bäumen, die Ersetzung nicht-heimischer Hecken durch heimische Hecken und – neuerdings – der Kauf von Lastenrädern.

Wir, die Feuchter Liberalen, haben im Herbst 2025 gegen das „Klimaschutzprogramm“ gestimmt, da auch das neue Programm nach unserer Einschätzung zu einer sinnlosen Verschwendung von Steuergeldern führt. Unsere Kritik ist ausführlich nachzulesen im Reichswaldblatt, Ausgabe 12/2025.

In der Sitzung des Marktgemeinderates vom 25.3.2026 hat die Verwaltung des Marktes Feucht unsere jahrelange Kritik nun bestätigt: Die Geschäftsleitende Beamtin des Marktes Feucht, Frau Marion Buchta, führte in der Sitzung aus, dass die für das „Klimaschutzprogramm“ 2026 im Haushalt eingestellten Mittel bereits im März 2026 fast vollständig aufgebraucht waren und fast alle Fördermittel für die Anschaffung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern verwendet wurden. Die anderen acht im „Klimaschutzprogramm“ vorgesehenen förderfähigen Maßnahmen sind zwar alle irgendwie gutgemeint, sie kommen in der Praxis aber offensichtlich nicht vor. Wie viel Zeit in den Gremien des Marktes Feucht in den letzten Jahren für die Diskussion dieser Maßnahmen unsinnig verschwendet worden ist! Frau Buchta verwies in der Sitzung des Marktgemeinderates auf die deutlich erkennbaren Mitnahmeeffekte und riet dem Gemeinderat dringend zu einer nochmaligen Überarbeitung des „Klimaschutzprogramms“.

Da es sich bei dem „Klimaschutzprogramm“ um eine freiwillige Leistung der Gemeinde handelt, sollte das Programm nach Ansicht der FDP nun endlich abgeschafft werden. Mit vernünftigen Argumenten kann keinem Menschen mehr erklärt werden, warum der Markt Feucht nun wieder über Jahre viele Stunden Ausschuss- und Gemeinderatssitzungen verschwenden sollte, um eine weitere Überarbeitung vorzunehmen.